RE-AKTION

Das WIBR - Modell


Es sind oft die Ereignisse mit anderen Menschen, die dazu führen, dass wir verstimmen. Ein Telefonat, ein Gespräch, eine Mail macht traurig, wütend, glücklich, froh etc. Letzteres nehmen wir gerne an. Trauer oder Wut hingegen stören unseren Frieden.


„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“ Ein Zitat von Viktor Frankl, das allerdings voraussetzt, dass wir in der Lage sind, diesen Raum wahrzunehmen, um ihn nutzen zu können.


In der Realität ist das Unwillkürliche meist schneller als uns lieb ist und „es“ reagiert sozusagen aus uns heraus. Es folgt der Ärger, dass wir nicht so gehandelt haben, wie wir eigentlich wollten und es geht uns schlecht in der Gemengelage der Gefühle.


Lerne ruhig zu bleiben, nicht alles verdient eine Reaktion. Liest sich das nicht wunderbar?


Trifft uns ein Reiz von außen, läuft oft dieses Programm ab:


Wahrnehmen - Interpretieren - Bewerten - Reagieren


Das geschieht blitzschnell, doch mit dem Wissen darüber, liegt nach jedem Bindestrich die Chance der Wahl.

Übung:

1. Sorge dafür, dass es dir gut geht! Bist du außer Balance, ist es schwierig, nicht überreizt zu reagieren.

Schlaf – Essen und Trinken – Bewegung – Entspannung

Das liegt in deiner Verantwortung.


2. Versuche so oft es geht, achtsam zu sein. Du bekommst dann ein Gefühl dafür, was in, um und mit dir passiert.

stoppen – erkennen, was ist – Pause, z.B. bewusst atmen – entscheiden


3. Keine Selbstverurteilung, wenn es nicht gleich funktioniert. Du bist im Training! Registrierst du deine Wahrnehmung, dann bist du auf dem besten Weg.


4. Wäge ab, ob es einer Reaktion bedarf. Darüber und nur darüber hast du die Kontrolle.


Diesbezüglich bekam ich einmal ein wundervolles Gleichnis geschenkt: Wenn der ICE kommt, geh‘ aus dem Gleis. Es ist kein Zeichen von Schwäche, aus dem Weg zu gehen.