Einmal kurz gestoppt!

Fußgängerzone in einer Großstadt. Mit strahlendem Lächeln stellt sich mir eine junge Frau in den Weg und sagt: „Einmal kurz gestoppt!“. Sie möchte meine Aufmerksamkeit und meine Zeit. Hat sie mir etwas zu verkaufen? Will sie mich von einer Dringlichkeit überzeugen? Das werde ich nicht erfahren, denn ich entscheide, dass sie beides, Aufmerksamkeit sowie Zeit nicht von mir bekommen wird. Allerdings hat mich die Formulierung zum Nachdenken gebracht. „Einmal kurz gestoppt.“ Darum geht es auch bei Problemen, Sorgen, Veränderungen. Jeder von uns hat schon einmal erlebt, wie schwer es fällt, Veränderungen zu begegnen. Erst recht, wenn sie überraschend und von außen über uns hereinbrechen. Es kann eine Hilfe sein, in so einem Moment zu stoppen, stehen zu bleiben, Fragen zu stellen.


Was ist passiert? – Wo befinde ich mich? – Wie kam es dazu?


Stopp – Pause - Abstand


Das nimmt Zeit in Anspruch. Zeit, die wir uns nehmen müssen. Zeit, die wir uns geben dürfen. Zeit, die wir in uns selbst investieren. Warum? Um eine für uns richtige und stimmige Reaktion zu überlegen oder aber stehen bleiben, ausruhen, abwarten. Zeit gewinnen. Welche Möglichkeit ist die Beste? Dann ist es möglich handlungsfähig zu bleiben oder wieder zu werden.


Also: „Einmal kurz gestoppt!“

Die Standortbestimmung ist ein starkes Fundament!

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